
Ohne sie geht gar nichts auf dem Bau, beim Recycling, in der Landwirtschaft und Industrie, in Steinbrüchen oder schlicht beim Transport von den unterschiedlichsten Materialien. Radlader sind wahre Multitalente – neueste Technologien machen die Allrounder nicht nur produktiver, sondern auch komfortabler und sicherer. Für Cat Radlader der unterschiedlichsten Größenklassen gibt es eine Vielzahl innovativer Assistenzsysteme, die den Maschineneinsatz noch effizienter gestalten und den Bediener gezielt unterstützen. Während erfahrene Fahrer mit ihrer Hilfe das Potenzial des Geräts voll ausschöpfen, erzielen Neulinge sofort gute Arbeitsergebnisse.
Beim Laden von Schuttgütern wie Sand, Kies, Erde oder Schotter auf Lkw in Steinbrüchen, auf Baustellen oder Recyclinganlagen gewährleistet Cat Payload auf Anhieb die richtige Beladung. Im laufenden Betrieb liefert die Technologie präzise Daten und vermeidet so die Über- oder Unterbeladung. „Dies sorgt für den maschinenschonenden Einsatz“, beschreiben Andreas Goll und Sebastian Angermeier, Zeppelin Instruktoren in der Abteilung Service-Technik-Schulung, die Vorteile der Gewichtskontrollfunktion.
Optional und zur Nachrüstung verfügbar ist Cat Advanced Payload. Dieses System bietet erweiterte Funktionen. Über 20 verschiedene Materialien können hier hinterlegt und zugewiesen werden. So kann der Fahrer genau dokumentieren, wie viel Tonnen Splitt, Kies oder andere Materialien verladen und abtransportiert wurden. „Das ist gleichermaßen eine wichtige Information für die Abrechnung und für die Produktion“, erläutert Andreas Goll den Nutzen für den gesamten Betriebsablauf. Wie Sebastian Angermeier betont, wird bei den größeren Radladern in der Klasse von 45 bis 240 Tonnen bei der Aktivierung des Payload Systems automatisch die Advanced Funktion freigeschaltet. „Im Tagebau beispielsweise wollen die Kunden das einfach haben“, weiß der Instruktor.
Vorteilhaft ist ebenfalls der Multitasking-Modus, mit dem zwei Ladevorgänge gleichzeitig erfolgen können. Gemäß den jeweiligen Vorgaben können mit dem Splittmodus mehrere Mulden beladen und die Werte exakt zugeordnet werden. Über VisionLink lässt sich zudem die Produktivität genau nachvollziehen und damit können anhand der erhobenen Daten Abläufe gezielt verbessert werden. Für die Abrechnung kann überdies mit einer neuen Funktion die Ladeleistung an eine voreingestellte E-Mail-Adresse versendet werden. Mit der Option „Cat Payload for Trade“ werden die Wiegedaten direkt in die Geschäftsprozesse integriert. Das bietet eine hohe Genauigkeit mit einer Toleranz von plus/minus ein Prozent, ab dem vierten Quartal 2025 ist darüber hinaus eine eichfähige Version erhältlich.
Der „Tip-Off-Assist“ ist eine weitere wichtige Funktion von Advanced Payload. Mit dem Abkippassistenten wird das verbliebene Restgewicht des Lkw ermittelt, sodass das manuelle Abkippen überflüssig und das Material automatisch schon am Haufwerk bis zum Zielgewicht ab-gekippt wird. Weitere fahrerunterstützende Assistenzsysteme sind Auto Set Tires, AutoDig und die programmierbaren Endschaltungen. Während letztere die sich wiederholenden Kipp-, Absenk- und Anhebefunktionen automatisch auf die jeweilige gewünschte Höhe einstellen, führt AutoDig einen vollständigen Schaufel-Füllprozess für den Maschinisten aus. Auto Set Tires hingegen unterstützt den Bediener bei der Grabtechnik und sorgt für die richtige Zugkraft. Das optionale Reifendruck-Überwachungssystem zeigt den aktuellen Reifendruck auf dem Display in der Kabine an und hilft dem Fahrer, die Lebensdauer beim Untersatz zu verlängern. Die Geschwindigkeitsbegrenzung kann zum wirtschaftlichen Betrieb sowie zur Kraftstoffein-sparung beitragen und erhöht die Arbeitssicherheit auf den Baustellen.
Die nächste Stufe der Überwachung des Arbeitsplatzes bietet Cat Vision System – ein intelli-gentes Kamerasystem, das Personen erkennt. Eine Kamera in Verbindung mit einem hochauflösenden Display in der Kabine erfasst Personen auf einer Baustelle, in der Rückverladung oder beim Materialumschlag, sofern sie sich um das Arbeitsgerät bewegen und diesem nä-hern. Dann wird der Fahrer in der Kabine optisch und akustisch darauf aufmerksam gemacht – je näher, desto dynamischer das Warnsignal. Der Algorithmus kann zwischen Personen und Objekten im Hintergrund unterscheiden. Die Installation der Kamera ist schnell und lässt sich einfach auf verschiedenen Cat Maschinen, aber auch auf Fabrikaten anderer Hersteller durch-führen. Ausrüsten lassen sich Cat Baumaschinen auch mit einem Radarsystem, das beim Rückwärtsfahren den Maschinisten vor Objekten in fünf Stufen in Form von gut wahrnehmba-ren visuellen und akustischen Signalen warnt – angepasst an die Geschwindigkeit. Es lässt sich mit einer Rückfahrkamera kombinieren und so die Sicherheit erhöhen. Ansicht und Zugriff auf beide Systeme erfolgen über die Anzeige auf dem Touchscreen-Monitor.
„Was die Bediener besonders zu schätzen wissen, ist die Hinterlegung der Fahrer-ID“, wissen die beiden Zeppelin Radlader-Experten. So melden sich Fahrer beim Start mit ihrer PIN an und gelangen direkt zu ihrem hinterlegten Anwenderprofil mit ihren gewünschten Einstellun-gen. „Ein weiteres Feature stellt die Bluetooth-Anmeldung dar“, erläutert Andreas Goll. Diese ermöglicht es, individuelle Fahrerprofile auf mehreren Radladern zu hinterlegen und automa-tisch über den programmierten Bluetooth-Schlüssel zu laden. „Das ist eins zu eins die gleiche Einstellung. Egal auf welcher Maschine der Fahrer arbeitet, er drückt einen Knopf, bestätigt die Anmeldung am Bildschirm und kann direkt loslegen“, bekräftigt Kollege Sebastian Anger-meier. Das Anlegen des Fahrerprofils in Verbindung mit der Wegfahrsperre erschwert überdies Diebstahl und Vandalismus.