EFFIZIENZ PUR: KABELTROMMELTRANSPORT MIT GOLDHOFER

19 april 2023 | Abbruch & Recycling | GOLDHOFER

Die „Energiewende“ bringt immer mehr Herausforderungen finanzieller und logistischer Natur mit sich – auch und nicht zuletzt in der Schwerlast-Branche. Goldhofer ist stets ein verlässlicher Allround-Partner für seine Kunden und setzt mit seiner neuesten Innovation ein Ausrufezeichen in der Branche: Mit dem brandneuen und bereits im Feld erprobten Portfolio können Kabeltrommeln jeglicher Größenklasse effizient wie nie zu ihrem Bestimmungsort transportiert werden.

 

Die „Energiewende“, die Transformation der Energiegewinnung aus fossilen Quellen hin zu nachhaltigen und sozial-ökologisch verträglichen Alternativen, ist ein ambitioniertes Projekt für viele Volkswirtschaften. Größer, leistungsstärker, effizienter: Die immer neuen Anforderungen bringen nicht nur die Infrastruktur, die Gesetzgebung und die Komponenten selbst an ihre Grenzen. Auch im Schwerlast-Transport muss die meist schwerere und große Ladung mit zunehmend effizienten Lösungen an ihr Ziel gebracht werden.

 

„Goldhofer sieht sich seit je her in der Vorreiterrolle für innovative und nachhaltige Transportlösungen. Angefangen mit der revolutionären FTV 300 für den Transport von Rotorblättern. Mittlerweile wird mit der FTV 850 die dritte Generation dieser Transportlösung eingesetzt. Rohradapter und das Nachläufersystem »BLADES« runden das Spezialportfolio für den Transport von Windenergieanlagenteilen ab. Mit der Vielzahl an verkauften Einheiten haben wir bewiesen, dass sich Kunden nachhaltig auf unsere Lösungen verlassen können.“, so Robert Steinhauser, Leitung Vertrieb und Service Transport Technology.

 

Wo bislang der Auf- und Ausbau von Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energieanlagen im Vordergrund stand, rücken zunehmend die nachgelagerten Prozesse in den Fokus. Neue Stromtrassen und -netze müssen gebaut werden. Die produzierte Energie wird in die zunehmend intelligenten Netze (sog. „Smart Grids“) eingespeist, um zum Endverbraucher zu gelangen. Deren Ausbau ist ein logistischer Kraftakt. Ein zentrales Element für die neuen Stromautobahnen sind Kabel, die mit einem Durchmesser von ca. 150 mm und einer Länge von bis zu zwei Kilometern zwischen den Muffengruben auf voluminösen Kabeltrommeln zur Baustelle transportiert werden.

 

Gegenwärtig werden Kabeltrommeln mit drei bis fünf Metern Länge, einem Durchmesser von über vier Metern bei einem Gewicht von 30 bis 50 t transportiert. Damit sind Kabellängen von ca. einem Kilometer möglich. Zur Realisierung neuer Projekte wie z.B. Süd-Link und Süd-Ost-Link werden Kabeltrommeln mit Längen von ca. acht bis zwölf Metern und einem Gewicht bis zu 100 t bewegt. Die Kabellänge beträgt dabei bis zu zwei Kilometer. Eine besondere Herausforderung stellt das Abspulen bzw. Einziehen der Kabel dar, da diese Aufgabe mit bestehenden Transportlösungen in den wenigsten Fällen „aus einer Hand“ erfüllt werden kann. Daraus resultieren deutlich höhere Kosten für Transport- und Abspultechnik, sowie das gesamte Genehmigungsverfahren für den Transport.

 

Aus diesem Grund hat Goldhofer in Zusammenarbeit mit Energieanlagen Ramonat GmbH ein umfassendes Lösungsportfolio für den Transport von Kabelspulen unterschiedlicher Gewichts- und Größenklassen entwickelt. „Mit der Markterfahrung von Ramonat haben wir in enger Kooperation ein System entwickelt, das nicht nur konsequent auf die Bedürfnisse unserer Kunden während des Transports ausgerichtet ist, sondern auch die speziellen Herausforderungen beim Abspulvorgang berücksichtigt.“, so Steinhauser. Dies bietet die Möglichkeit, projektübergreifend als Alleinanbieter am Markt zu agieren, wodurch die Effizienz enorm steigt.

 

Die Kabeltrommel wird in einer speziellen Kesselbrücke innerhalb einer (4+6)- oder (5+7)-Kombination von Goldhofer-Schwerlastmodulen transportiert. Diese überzeugt dabei gleich mit zwei Besonderheiten: Durch einfach anzubringende hydraulische Stützen kann die Brücke unter Volllast auf Ladeflächenniveau angehoben werden und von der Modulkombination unterfahren werden. Dadurch verringert sich die Gesamtlänge für die „letzte Meile“ entscheidend, wodurch insbesondere in Kombination mit selbstfahrenden Modulen die Manövrierfähigkeit auf unterschiedlichen Baustellentopographien deutlich größer ist.

 

Hinzu kommt, dass am Bestimmungsort durch eine integrierte Abspulvorrichtung mit synchronisiertem Gleichlauf ein ruckfreies Einziehen der Kabel möglich wird. „Die neuen Kabeltrommel-Brücken von Goldhofer bieten uns alles, was wir uns wünschen. Sie sind leichter und kürzer als bisherige vergleichbare Lösungen, bieten ein einfaches Handling, hohe Manövrierfähigkeit und das Abspulen der Kabel – alles aus einer Hand.“, sagt Stefan Ramonat, Geschäftsführer der Energieanlagen Ramonat GmbH. „Der Querschnitt der Brücke ist so optimiert, dass die Kabeltrommel bis auf den Boden abgesenkt werden kann, um so die geringstmögliche Gesamttransporthöhe zu erzielen, was dem Flanschdurchmesser entspricht. Trommeln mit 100 t können in einer (4+6)-Kombination transportiert werden, ohne die maximale Achslast von 12 t zu überschreiten.“

 

„Ein weiteres Highlight ist jedoch, dass diese Lösung auch mit bestehenden Transportsystemen angewandt werden kann.“, so Steinhauser. „Unsere Abspulvorrichtung kann auch in bereits im Fuhrpark vorhandenen Goldhofer-Kesselbrücken mittels Adapter nachgerüstet werden, wodurch unsere Kunden ein deutlich geringeres Einstiegsinvestment aufbringen müssen.“

 

Abschließend hat Goldhofer bereits Entwicklungen für Kabeltrommeln geringerer Gewichts- und Größenklassen angestoßen. Diese sehen den Einbau der Abspulvorrichtung in Tiefbett-Kesselbrücken vor, sodass auch hier mit größtmöglicher Wirtschaftlichkeit agiert werden kann.

 

„Bei der Entwicklung dieses Portfolios haben wir von Anfang an Wert darauf gelegt, dass je nach Skalierung des Fuhrparks und der zu transportierenden Kabeltrommeln immer die richtige Lösung zur Verfügung steht.“, so Steinhauser. „Dies ermöglicht unseren Kunden, den Netzausbau mit einer nie dagewesenen Effizienz und Wirtschaftlichkeit voranzutreiben und somit entscheidend zum Gelingen der „Energiewende“ beizutragen“.

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