
Die Niederlande sind von einer dicken Schneedecke bedeckt. Ein schönes Bild, ohne Frage. Für Menschen bedeutet das dicke Jacken und heißen Kaffee, aber wie sieht es eigentlich bei Kühen aus?
Kühe können grundsätzlich gut mit Kälte umgehen. Ihre thermoneutrale Zone liegt grob zwischen -5 und +20 Grad Celsius. Innerhalb dieses Temperaturbereichs benötigt eine Kuh kaum zusätzliche Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten. Kälte an sich ist daher kein direktes Problem.
Bei winterlichen Extremsituationen mit anhaltendem Frost, Schnee und hoher Luftfeuchtigkeit spielt jedoch die Liegefläche eine entscheidende Rolle. Eine kalte und vor allem feuchte Liegefläche entzieht der Kuh Wärme, wodurch sie schneller Energie verliert. Die Folge ist, dass Kühe weniger liegen, was sich direkt auf Komfort, Gesundheit und Milchleistung auswirkt.
Gerade deshalb ist es in dieser Zeit essenziell, für eine trockene und hygienische Liegefläche zu sorgen. In diesem Blog erklären wir, warum trockenes Einstreu im Winter den Unterschied macht, wie Feuchtigkeit und Kälte sich gegenseitig verstärken und wie man mit der richtigen Einstreuwahl den Komfort im Stall aufrechterhält.
Im Winter ist eine Kennzahl besonders wichtig: der Trockensubstanzgehalt des Einstreus. Idealerweise enthält Einstreu mindestens 80 Prozent Trockensubstanz. Je niedriger dieser Prozentsatz ist, desto kälter fühlt sich die Liegefläche an und desto mehr Feuchtigkeit enthält sie.
Das hat einen einfachen Grund. Wasser leitet Wärme deutlich besser als Luft. Eine Liegefläche mit hohem Feuchtigkeitsgehalt entzieht dem Körper der Kuh Wärme. Die Folge ist, dass Kühe die Liegefläche meiden. Wenn Kühe seltener und kürzer liegen, hat dies direkte Auswirkungen auf ihre Gesundheit und die Milchleistung.
Liegen ist für eine Milchkuh kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis. Jede Stunde weniger Liegezeit kostet direkt Energie und wirkt sich negativ auf die Milchleistung aus. In kalten Perioden wird dieser Effekt verstärkt, denn eine kalte Liegefläche ist schlicht unattraktiv.
Nicht nur die Milchleistung leidet, wenn Kühe weniger liegen, auch für die Pansen- und Klauengesundheit ist dies entscheidend. Pansen und Klauen erhalten weniger Ruhephasen, was zu einer instabilen Pansenfunktion und einem erhöhten Risiko für Klauenprobleme führen kann.

Trockenstehende Kühe und Kälber werden häufig in Tiefstreuställen mit Stroh als Liegefläche gehalten. Stroh bietet Wärme, hat jedoch eine begrenzte Feuchtigkeitsaufnahme. Dadurch wird die Liegefläche schneller nass und Ammoniak wird schlechter gebunden.
Das Stallklima verschlechtert sich und zusätzliche Lüftung wird erforderlich, was wiederum Kälte in den Stall bringt. Dies ist nicht nur ein Problem in der Milchviehhaltung, sondern auch in der Ziegenhaltung. Auch Milchziegen werden häufig in Tiefstreuställen mit Stroh als Liegefläche gehalten, mit denselben Auswirkungen auf Stallklima und erforderliche Lüftung.
Mit Berg PotstalmixFX wird dieses Problem gelöst. Dieses einzigartige hygienische Stalleinstreu kombiniert gemahlenes Stroh und Bergpellet Pro mit pflegenden Tonmineralien, die Stickstoff binden. Das Ergebnis ist eine überlegene Feuchtigkeitsaufnahme, eine trockenere Liegefläche und ein besseres Stallklima, bei dem weniger Lüftung erforderlich ist. Das Resultat ist ein wärmerer Stall.
Kälber und trockenstehende Kühe sind besonders anfällig für Kälte. Kälber verlieren schneller Wärme und benötigen Energie für ihr Wachstum. Trockenstehende Kühe produzieren weniger Körperwärme und liegen länger. Für beide Gruppen ist eine trockene und komfortable Liegefläche entscheidend.
Eine feuchte Liegefläche fühlt sich nicht nur kälter an, sie ist es auch tatsächlich. Das hat mit der Kombination aus Feuchtigkeit, Verdunstung und Wärmeverlust zu tun.
Wenn eine Kuh sich auf eine nasse Liegefläche legt:
Selbst bei gleicher Stalltemperatur kann sich eine nasse Liegefläche mehrere Grad kälter anfühlen als eine trockene Liegefläche. Im Winter, wenn die Umgebungstemperaturen ohnehin niedrig sind, wirkt sich dies doppelt negativ aus.

Eine trockene Liegefläche ist nicht nur wärmer, sondern auch hygienischer. Durch die Kombination aus Struktur, Absorptionsvermögen, Homogenität und hygienischen Komponenten wie Tonmineralien und Kalk sorgen unsere Mischungen für:
Eine saubere, trockene Liegefläche bedeutet wärmere Boxen, sauberere Euter, weniger Zellzahldruck und mehr Ruhe in der Herde.

Winterliche Bedingungen erfordern nicht nur geschlossene Stalltore, sondern vor allem einen kritischen Blick auf das Stallklima und die Liegeflächen.
Zusammengefasst:
Bei diesem winterlichen Wetter ist kein Stall wie der andere. Unsere Spezialisten unterstützen Sie gerne dabei, Stallklima und Liegeflächen auch bei extremer Kälte optimal zu gestalten. Mit den richtigen Entscheidungen sorgen Sie dafür, dass Ihre Kühe auch bei diesen Bedingungen warm liegen.