Innovative Wege beim Abbruch von Promabest bei Rückbaumaßnahmen

In einem Abbruchprojekt in Köln, bei dem zwei Hochhaustürme mit je ca. 30 Stockwerken abgebrochen wurden, bestand eine Teilaufgabe darin Promabeststreifen an der Fassade zu demontieren. Es handelte sich dabei um ca. 5 cm breite Streifen von Promabest, die über alle Stockwerke außen im Anschlussbereich der Fenster angebracht waren. Bild 1 zeigt die Einbausituation. Die Demontage dieser Produkte erfolgt bei diesem Umfang im Allgemeinen im Schwarzbereich nach TRGS 519 Abschnitte 14ff. Im vorliegenden Fall wäre die Einrichtung von Schwarzbereiche über je ca. 30 Stockwerke im Außenbereich technisch eine große Herausforderung gewesen.

Vor diesem Hintergrund wurde vom Projektteam nach Wegen gesucht, den Abbruch der Promabeststreifen möglichst als Tätigkeit geringer Exposition nach TRGS 519 durchzuführen. Das heißt, die Arbeiten so zu gestalten, dass eine Faserkonzentration von 10.000 Fasern/m³ unterschritten wird. Bei diesen Arbeiten kann auf die Einrichtung von Schwarzbereichen verzichtet werden, was den Ausbau beschleunigt und auch kostengünstiger macht, ohne den Aspekt der Arbeitssicherheit zu vernachlässigen.

Die Promabeststreifen im Anschlussbereich der Fenster waren doppellagig aufgebracht und mittels Halteklammern und Schrauben befestigt. Die Vorgehensweise beim Ausbau der Promabeststreifen lässt sich kurzgefasst wie folgt beschreiben:

Vor Beginn und während des gesamten Abbruchs wurden die Promabeststreifen satt mit Kleister eingepinselt bzw. eingesprüht. Während aller Arbeiten erfolgte eine ständige Absaugung mit einem H-Sauger. Die ausgebauten Streifen wurden sofort verpackt.

In insgesamt fünf Pilotsanierungsmaßnahmen wurde nachgewiesen, dass die Arbeiten als Tätigkeiten geringer Exposition durchgeführt werden konnten. Zusätzlich erfolgten während des Abbruchs 16 weitere Messungen, die die Ergebnisse der Pilotsanierungen bestätigten. Die Einrichtung von Schwarzbereichen war nicht erforderlich. Da die Arbeiten im Außenbereich stattfinden konnten und zudem der immissionschutzrechtlich festgelegte Wert von 10.000 F/m³ unterschritten wurde, konnte auf umfangreiche Freimessungen verzichtet werden. Mittlerweile konnten durch Einsatz von Kleister auch bei anderen Abbrucharbeiten an Asbestprodukten gute Ergebnisse erzielt werden.

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